Die Aufgabe der Zoologischen Gärten besteht schon lange nicht mehr nur darin, dem Besucher möglichst exotische Tiere zu präsentieren. Eine zentralste Aufgabe eines modernen Zoos ist es, mittels einer kontrollierten Zucht einen Beitrag zur Erhaltung bedrohter Arten zu leisten. Dabei werden Populationen von Wildtieren über viele Generationen hinweg gezielt so gezüchtet, dass Inzucht und Verlust genetischer Variabilität vermieden werden. Dadurch bleiben Tiere mit ihren natürlichen, ursprünglichen Merkmalen erhalten und stehen so für Artenschutzbemühungen, wie z.B. Wiedereinbürgerungsprojekte, auch auf lange Sicht zur Verfügung.

Ein striktes Zuchtmanagement von exotischen Tieren ist jedoch nur durch eine Kooperation der Zoos möglich. Deshalb wurden weltweit Programme ins Leben gerufen, die sich ausschließlich der Zucht bedrohter Tierarten in Menschenobhut widmen. Für den europäischen Raum wurden 1985 die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs) gegründet, bei denen Zoos in Europa ihre Tierzuchten gezielt koordinieren (www.eaza.net). Aus den ursprünglich 17 EEPs sind inzwischen über 250 Zuchtprogramme geworden und es werden ständig mehr. Zahlreiche Arten im Zoo Schmiding sind Teil eines solchen EEPs, zum Beispiel die Kleinen Pandas, Sibirische Tiger, Mönchsgeier und Flachlandgorillas.

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