Idir heißt der jüngste Zuwachs im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels. Idir bedeutet so viel wie „lebendig“ und das ist er wahrlich. Quirlig und neugierig läuft er durch seine Anlage direkt angrenzend an die Riesen der Afrikanischen Savanne – den Giraffen. Nachdem er die ersten Lebenswochen gut versteckt und beschützt von seiner Mama verbracht hat, erforscht er nun mit vollem Tatendrang seine Anlage. Ob im Wasser oder am Land, überall gibt es etwas zu entdecken.

Die Sitatungas, oder auch Sumpfantilopen genannt, stammen aus dem westzentralen Afrika. Hier leben die weiß gestreiften Paarhufer, von denen nur die Böcke ein gewundenes Gehörn tragen, stets in Wassernähe. Ihre langen, äußerst spreizbaren Klauen verhindern das Einsinken in morastigem Untergrund und im Bedarfsfall können die Antilopen auch gut schwimmen und sogar untertauchen. Auch auf der Anlage im Zoo Schmiding halten sie sich auch gerne am oder im Wasser auf.  Am auffälligsten ist in diesem Fall der Gruppenjüngste. Der Winzling scheint das Wasserbereich noch mehr zu lieben als die meisten anderen Herdenmitglieder und trägt damit seinem Namen schon alle Ehre.

Und auch das Deckungsverhalten der Sitatunga-Antilopen beherrscht Idir schon hervorragend. „Die Antilopen flüchten bei einer möglichen Gefahr nicht panikartig, sondern ziehen sich blitzschnell in Deckung zurück, manchmal sogar ins Wasser. Dann lugen nur noch ihre Nasenlöcher heraus“, erzählt Zoologin  Mag. Daniela Artmann, „Die ersten Bilder zu schießen war daher wahrlich eine große Herausforderung“. Auch für ihr Wiederkäuen sei ein Gefühl der Sicherheit wichtig, denn dies funktioniere nur beim Hinlegen in ruhigen Bereichen.

Neben der jüngst geborenen Sitatungaantilope wird noch auf Nachwuchs bei weiteren Afrikanern gewartet wie den Zebras, Rappenantilopen und Nyalas. „Vor allem der Zebramutter sieht man die Trächtigkeit schon deutlich an“, schmunzelt die Tierpflegerin Daniela Eder, „hier könnte es täglich so weit sein.“