Erfolg für den Artenschutz
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Erfolg für den internationalen Artenschutz
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oberösterreichischer Gorilla übernimmt Harem in
England
Es ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen
Artenschutz. Seit dem Jahr 2004 beherbergt der Zoo
Schmiding eine Gruppe Flachlandgorillas im Rahmen eines
internationalen Projektes zum Schutz dieser bedrohten
Tiere. Dabei handelt es sich um eine sogenannte
Junggesellengruppe, also eine Gruppe junger
Gorillamänner, die im Zoo Schmiding gemeinsam
heranwachsen bis sie die nötige Reife haben die Führung
eines Harems zu übernehmen. Nun ist es so weit: Der
erste der Schmidinger Gorillas hat erfolgreich seine
Aufgabe als Haremschef angetreten - im englischen Zoo
Blackpool.
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In der Natur sind Gorillas entweder in Harems oder
in Junggesellengruppen oder auch als einzelne Männchen
anzutreffen.
Eine Haremsgruppe besteht normalerweise aus einem
männlichen Leitgorilla, einigen Weibchen und deren
Nachkommen. Die männlichen Gorillas werden bereits in
jungen Jahren aus der Haremsgruppe verdrängt und
schließen sich dann sogenannten Junggesellengruppen an.
Diese bestehen somit aus männlichen Gorillas
unterschiedlichen Alters. Alte Gorilla Männer sind
manchmal auch als Einzelgänger unterwegs.
Im Rahmen des erwähnten internationalen
Artenschutzprojektes, in dem weltweit ca. 700 Tiere
betreut werden, werden diese Sozialstrukturen
nachempfunden. Ein Teil der teilnehmenden Zoos
beherbergt Haremsgruppen und ein anderer Teil die
genannten Junggesellengruppen, wie eben der Zoo
Schmiding. Es sind übrigens die einzigen Gorillas in
Österreich. Im nächsten Jahr werden übrigens vermutlich
1 oder 2 junge männliche Gorillas, die bereits im
Rahmen des Artenschutzprogramms in Europäischen Zoos
nachgezüchtet wurden in den Zoo Schmiding übersiedeln
um hier zu kräftigen Leitgorillas heranzureifen.
Austauschprogramm auch bei den
Giraffen:
Auch eine der Schmidinger Giraffen übersiedelte
kürzlich im Rahmen eines internationalen
Artenschutzprogramms in den Zoo Rhenen in Holland, wo
zwei Giraffendamen auf ihn warteten. Umgekehrt erwartet
man im Zoo Schmiding in den nächsten Monaten die
Ankunft eines männlichen Nashorns aus einem
niederländischen Zoo. Es soll dann mit den zwei bereits
im Zoo Schmiding lebenden Nashorndamen für Nachwuchs
sorgen. Die internationale Zusammenarbeit und der
Austausch von Tieren ist eine wesentliche Grundlage für
die erfolgreiche Durchführung von Artenschutzprogrammen
für bedrohte Tiere. Nur so ist es möglich eine
entsprechende genetische Durchmischung sicherzustellen
und Inzucht zu vermeiden. Der Zoo Schmiding befindet
sich derzeit zwar in der Winterpause, der neu eröffnete
Aquazoo ist hingegen auch im Winter durchgehend
geöffnet.
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